Komfortabler Dateimanager mit vielen Funktionen

Konfigurierbare Statuszeile

By Sven on 09.08.2007 - 10:16 in SpeedCommander 12

Eine der größeren Neuerungen in SpeedCommander 12 ist die anpassbare Statuszeile unterhalb der Ordnerfenster. In den bisherigen Versionen waren die angezeigten Informationen fest vorgegeben, in SpeedCommander 12 kann sich nun jeder Anwender seine eigene Statuszeile zusammenbauen.

Die Statuszeile kann aus mehreren Sektionen bestehen, jede Sektion wird im Definitionsfeld durch eine eigene Zeile definiert. Der Anwender kann sich aus einer Vielzahl von Parametern die gewünschten aussuchen. Zudem können Sektionen ausgeblendet werden, wenn der jeweilige Wert in der Sektion gleich oder ungleich 0 ergibt.

Folgende Parameter können verwendet werden:

Einträge insgesamt
{td} Anzahl der Ordner
{tf} Anzahl der Dateien
{ti} Anzahl der Dateien und Ordner
{tba} Größe aller Einträge (automatische Anzeige in Bytes, KiB, MiB, GiB und TiB)
{tbb} Größe aller Einträge in Bytes
{tbk} Größe aller Einträge in KiB
{tmp3} Dauer aller Musik- und Videodateien (mp3, wav, avi, wmv)
Ausgewählte Einträge
{sd} Anzahl der markierten Ordner
{sf} Anzahl der markierten Dateien
{si} Anzahl der markierten Dateien und Ordner
{sba} Größe aller ausgewählten Einträge (automatische Anzeige in Bytes, KiB, MiB, GiB und TiB)
{sbb} Größe aller ausgewählten Einträge in Bytes
{sbk} Größe aller ausgewählten Einträge in KiB
{smp3} Dauer aller ausgewählten Musik- und Videodateien (mp3, wav, avi, wmv)
Versteckte Einträge
{hi} Anzahl der versteckten Einträge
{hba} Größe aller versteckten Einträge (automatische Anzeige in Bytes, KiB, MiB, GiB und TiB)
{hbb} Größe aller versteckten Einträge in Bytes
{hbk} Größe aller versteckten Einträge in KiB
Speicherplatz
{dta} Speicherplatz insgesamt (automatische Anzeige in Bytes, KiB, MiB, GiB und TiB)
{dtb} Speicherplatz insgesamt in Bytes
{dtk} Speicherplatz insgesamt in KiB
{dfa} Freier Speicherplatz (automatische Anzeige in Bytes, KiB, MiB, GiB und TiB)
{dfb} Freier Speicherplatz in Bytes
{dfk} Freier Speicherblatz in KiB
{dua} Belegter Speicherplatz (automatische Anzeige in Bytes, KiB, MiB, GiB und TiB)
{dub} Belegter Speicherplatz in Bytes
{duk} Belegter Speicherplatz in KiB
{pf} Freier Speicherplatz in Prozent
{pu} Belegter Speicherplatz in Prozent
Sonstiges
{fs} Ordnerfenster werden synchronisiert (*)
{fi} Aktueller Dateifilter
{ci} Index des aktuellen Eintrags
Formatierung
{widthXX} Vorgabe einer festen Breite für die Sektion, wobei XX für die Breite in Punkten steht
{pad} Sektion auf XX% der Gesamtbreite vergrößern ({padXX})
{rpad} Sektion auf XX% der restlichen Breite vergrößern ({rpadXX})
{fmtr} Text in der Sektion rechtsbündig anzeigen
{fmtc} Text in der Sektion zentriert anzeigen
{fmtnb} Keine Anzeige des rechten Sektionsrandes
{h!} Text oder Sektion ausblenden, wenn der erste Wert 0 ergibt
{h?} Text oder Sektion ausblenden, wenn der erste Wert nicht 0 ergibt
{h:} Text oder Sektion ausblenden, der Ordner nicht zum regulären Dateisystem (lokales Laufwerk bzw. UNC-Ordner) gehört

Aufgrund der Vielzahl von möglichen Platzhaltern kann der Aufbau einer Vorlage recht komplex werden. Die vordefinierte Standardvorlage besteht aus vier Sektionen und sieht wie folgt aus:

{rpad}{sd}/{td} Ordner, {sf}/{tf} Dateien markiert{h!} ({hi} versteckte Einträge){h!}{h!} ({sbb} Bytes){h!}
{h!}{fi}{h!}
{h:}{pu}% belegt, {dfa} verfügbar{fmtnb}{h:}
{h!}{fs}{h!}

Das am Anfang stehende {rpad} legt fest, dass der nach der Anzeige aller Einträge noch freie Platz mit der ersten Sektion aufgefüllt wird. Die vier nachfolgenden Platzhalter zeigen die markierten sowie insgesamt vorhandenen Dateien und Ordner. Anschließend wird die Anzahl der versteckten Einträge angezeigt, aber auch nur, wenn mindestens ein versteckter Eintrag vorhanden ist. Dies wird durch den Platzhalter {h!} erreicht. Ist der erste nachfolgende Wert {hi} 0, dann wird der Text bis zum abschließenden {h!} ausgeblendet. Ist {hi} dagegen größer als 0, dann wird der Text abzüglich der beiden Platzhalter {h!} angezeigt. Das gleiche gilt für die nachfolgende Anzeige der Größe der markierten Dateien und Ordner.

In der zweiten Sektion wird der Name eines gewählten Filters angezeigt. Ist kein Filter aktiv, dann wird auch kein Filtername angezeigt. Da die gesamte Sektion nur aus dem Filternamen besteht, wird sie gänzlich ausgeblendet, sofern kein Filter aktiv ist.

Die dritte Sektion zeigt den verfügbaren Speicherplatz auf dem aktuellen Laufwerk sowie den prozentual belegten Anteil an. Durch {h:} wird festgelegt, dass diese Sektion nur bei einem lokalen bzw. Netzwerklaufwerk oder bei einem UNC-Ordner im Netzwerkbereich angezeigt wird.

In der vierten Sektion wird angezeigt, ob die Ordnersynchronisierung aktiviert ist. Bei aktivierter Ordnersynchronisierung wird das aus früheren SpeedCommander-Versionen bekannte *-Symbol angezeigt. Ist die Ordnersynchronisierung deaktiviert, dann wird die Sektion ausgeblendet.

Zusätzlich zur anpassbaren Statuszeilenvorlage gibt es noch einen Ministatus, dessen Aufbau nicht konfigurierbar ist. Der Ministatus besteht aus Name, Größe und Datum der letzten Änderung und kann automatisch angezeigt werden, wenn nur ein Element gewählt bzw. im NC-Auswahlmodus fokussiert ist. Die Anzeige des Ministatus kann zudem auch per Tastatur (Strg+Umschalt+L) ausgelöst bzw. deaktiviert werden.

Musikliebhaber werden sich sicher über die Parameter {tmp3} und {smp3} freuen. Damit lassen sich die Zeiten aller bzw. mehrerer MP3-Dateien aufaddiert in der Statuszeile anzeigen. Da die Statuszeile bei jeder Auswahländerung aktualisiert wird, erfolgt die Berechnung der Spielzeiten im Hintergrund. Zudem werden bereits ermittelte Zeiten pro Ordnerfenster zwischengespeichert.

Es gibt 8 Kommentare zu diesem Beitrag

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  1. thomas sagt:

    das ist ja jetzt wie dopus 😀 ach herrlich! :b0ing: ich fang schonmal an die ganzen kürzel zu lernen ^^

  2. Lefteous sagt:

    Auch ich musste sofort an Directory Opus denken. Grundsätzlich ist es natürlich eine tolle Sache so eine konfigurierbare Statuszeile zu haben. Ich finde diese Ausdrücke aber völlig unverständlich. Wozu der Kauderwelsch? Das ist eigentlich nur dann sinnvoll, wenn der Benutzer davon nichts mitbekommt, statt jetzt schon die Kürzel lernen zu müssen. Ich bin sehr gespannt wie die Konfiguration dann im Programm aussehen wird.

  3. Sven sagt:

    Die Konfiguration ist hoffentlich ganz gut gelungen, zumindestens gab es von den Betatestern keine Klagen. 😉

  4. Eric sagt:

    Die Codes stehen in der Konfiguration auch im Klartext und werden per Mausklick ausgewählt (ähnlich wie bei den Anwendungsfavoriten). Man muss also nichts auswwendig lernen oder Tabellen durchstöbern 🙂

  5. Lefteous sagt:

    Wofür brauch man dann diese krypischen Einträge?

  6. Sven sagt:

    Weil die Vorlagen für die Statuszeile (wie das Beispiel oben) aus diesen Kürzeln aufgebaut werden. Der Anwender wählt zwar die Klarnamen im Menü, der Definitionstext im Eingabefeld sieht aber wie oben abgebildet aus.

    Übrigens sind die Kürzel gar nicht so kryptisch, es sind Abkürzungen für die englischen Namen. Kürzel mit {t..} stehen für die gesamte Anzahl (total) von Einträgen, die mit {s..} für die gewählten (selected). {duk} heißt z.B. „disk used KiB“. Und {dfb} hat nichts mit dem Deutschen Fußballbund zu tun, es steht für „disk free Bytes“.

  7. Lefteous sagt:

    Tja da scheint mir der Hase im Pfeffer zu liegen. Wenn man etwas konfiguriert hat und sich dann die Definition anschaut um zum Beispiel etwas zu ändern, muss man aus den Kürzel auf die Bedeutung schließen – muss sie also verstehen.
    Ich habe ja nie behauptet die Kürzel sind einer Buchstabenlotterie entstammt, aber kryptisch sind sie trotzdem.

    Hinzu kommt, dass es auch nicht durchgehend konsistent ist. Bei dfb kommen zunächst zwei Buchstaben, die den Feldinhalt bezeichnen und dann ein Buchstabe für die Einheit. Bei pu kommt ein Buchstabe für die Einheit und dann ein Buchstabe für den Feldinhalt. Der Benutzer muss hier also mir unterschiedlichen Längen und Reihenfolgen kämpfen. Das ist aber wie gesagt nicht so wichtig, weil ich ja ohnehin der Ansicht bin der Benutzer sollte nicht auf diese Ebene geführt werden.

  8. Lefteous sagt:

    Es ist leider genauso, wie ich es vermutet habe.

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