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Das Ende von Multi-Boot

By Sven on 29.07.2009 - 14:00 in Windows 7

Seit dem Erscheinen von Windows 95 waren auf meinem Entwicklungsrechner immer mehrere Betriebssysteme installiert. Das war auch bitter nötig, denn Virtualisierer waren damals noch ein Fremdwort. Entwickelt habe ich weitgehend unter NT4, unter Windows 95 brauchte man dazu gute Nerven. Fast jede Schutzverletzung hat das Betriebssystem in’s Schwitzen gebracht, häufig musste anschließend das System neu gestartet werden. Ab und zu musste der Debugger aber auch mal unter Windows 95 angeworfen werden. In Hochzeiten waren fünf Systeme nebeneinander installiert (Windows 95, 98, ME, NT4 und Windows 2000).

Heute sind es nur noch drei (Windows XP x64, Windows Vista x64 und Windows 7 x64). Das aber nur, weil es Virtual PC nicht schafft, ein 64-Bit Betriebssystem zu installieren. Vor einiger Zeit habe ich mir deshalb mal wieder VMWare Workstation angeschaut, das neben der Unterstützung für 64-bit Gastsysteme auch eine viel bessere Snapshot-Verwaltung bietet. Mit der Remote Debugging-Funktion von VS 2008 ist so das Debuggen auf den verschiedensten Systemen ein Kinderspiel, zudem hält man sich immer in der gewohnten Arbeitsumgebung auf.

Damit entfällt nun die Notwendigkeit, auf dem Entwicklungsrechner verschiedene Betriebssysteme installieren zu müssen. Mit der Aktualisierung auf die finale Version von Windows 7 gibt es dann nur noch ein Betriebssystem auf der Festplatte. Der Rest findet in einer VM statt.

Es gibt 7 Kommentare zu diesem Beitrag

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  1. Andreas sagt:

    Willkommen im Club 😉
    VMWare ist seit zwei Jahren unversichtbar! Dummerweise wird noch kein Debugging in Win7 RC unterstützt.

  2. Sven sagt:

    Klappt hier wunderbar. Allerdings verwende ich nicht nicht die VMWare-Implementation sondern die VC-eigene. Einfach den Remote Debugger von Visual Studio 2008 in der VM installieren und in der IDE in den Projekteigenschaften auf Remote Debugging umstellen.

  3. Andreas sagt:

    Okay, das hab ich nicht getestet 😉

  4. Steve Holt! sagt:

    Das Schönste daran ist ja eigentlich, dass man bei Virtualisierung alle installierten Systeme gleichzeitig zur Verfügung hat und eben nicht mehr wie bei Multi-Boot nacheinander. Ein riesiger Schritt für die Zugänglichkeit. Dann noch die Zeitersparnis, schnell ein System zuschalten zu können ohne echten Reboot. Ein einziges Beispiel dafür, wie luxuriös Computing heute/inzwischen eigentlich ist.

  5. Sven sagt:

    Jepp. Wenn ich da an die ersten Virtualisierer denke, wo alles noch seine Zeit gebraucht hat. Heute kann man damit wirklich gut arbeiten.

  6. MxH sagt:

    Nuja, Virtualisierung ist gut, nur ist eine Virtuelle maschine kein vollwertiger Computer, da auch vm ware zB kein 3d kann, somit ist eine Viruelle Maschiene ehr als ein ersatz zu sehen. Um wirkliche Kompertibilität zu testen, ist es nicht ganz seriös, da numal keine reale hardware benutzt wird. Also ist weitehin ein Testen auf einem Real Installierten System Notwendig, da die beschrenkungen der „Simulatoren“ noch viel zu hoch sind.

  7. Sven sagt:

    SpeedCommander nutzt kein 3D, daher brauche ich das auch nicht in der VM. Als Softwareentwickler muss ich mir um die Hardware glücklicherweise keine Gedanken machen, das erledigt Windows für mich. Der Anwendung ist es egal, ob sie in einer VM oder auf richtiger Hardware läuft, sie sieht keinen Unterschied.

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