Komfortabler Dateimanager mit vielen Funktionen

Programme mit bestimmten Umgebungsvariablen starten

By Sven on 08.12.2006 - 12:41 in Kleine Tools with 1 Kommentar

Die von SpeedCommander und Squeez gemeinsam genutzten Dlls werden im Entwicklungsprozess in einem lib-Ordner abgelegt. Damit die Dlls beim Testen und Debuggen im VC6 auch gefunden werden, muss der lib-Ordner in die PATH-Umgebungsvariable aufgenommen werden.

Schwierig wird es aber, wenn unter x64 auch noch mit VS 2005 die 64-bit Versionen getestet werden müssen. Für eine friedliche Koexistenz von VC6 und VS 2005 werden die mit VS 2005 erzeugten Dlls in den Verzeichnissen ‚lib\x32‘ (für 32-bit) und ‚lib\x64‘ (für 64-bit) abgelegt. Die Dateinamen der Dlls sind jeweils gleich, so dass ich bisher die PATH-Umgebungsvariable vor dem Start von VS 2005 immer anpassen musste, damit VS 2005 auch die richtigen Dlls laden konnte.

Weit effektiver wäre es natürlich, wenn dies automatisch geschehen würde. Die einfachste Lösung ist sicher eine kleine Batchdatei, welche die Umgebungsvariable setzt und dann die entsprechende IDE startet. Bei jedem Start wäre aber ein aufpoppendes DOS-Fenster zu sehen, was große Abzüge in der B-Note bedeuten würde.

Ich habe mir deshalb ein kleines Windows-Programm geschrieben, was das Anpassen der Umgebungsvariablen und das Starten der IDE übernimmt. Die geänderten Umgebungsvariablen gelten dabei nur für die jeweilige IDE. Damit ist es auch möglich, VC6 und VS 2005 gleichzeitig zu benutzen. Die Steuerung erfolgt über eine kleine INI-Datei. Jedes Programm bekommt seine eigene Sektion, der Sektionsname gilt gleichzeitig als Kommandozeilenparameter. Das aufzurufende Programm wird über den App-Parameter festgelegt. Alle weiteren Parameter in der Sektion entsprechen den gewünschten Umgebungsvariablen. Eine Konfiguration, welche die PATH-Umgebungsvariable ergänzt, sieht z.B. so aus:

[vc6]
App=E:\Visual Studio\Common\MSDev98\Bin\MSDev.exe
Path=%Path%;D:\Visual C++\Libraries\Version 6.10\lib;D:\Visual C++\Libraries\Version 6.00\lib

Anstatt PATH können natürlich auch alle anderen Umgebungsvariablen geändert und neue Umgebungsvariablen erstellt werden. Die einzige Beschränkung liegt in einer möglichen APP-Umgebungsvariablen, dieser Wert ist für den Programmnamen reserviert und kann daher als Umgebungsvariable nicht geändert werden.

Nach der Erstellung der gewünschten Konfiguration muss nur noch die zu startende Verknüpfung angepasst werden. Das auszuführende Programm wird durch EnvRun.exe /Konfiguration ersetzt, wobei /Konfiguration für die gewünschte Sektion in der INI-Datei steht. Anschließend muss noch das Symbol aktualisiert werden, da EnvRun.exe keine eigenen Symbole enthält. Für das obige Beispiel würde der Aufruf also über EnvRun.exe /vc6 erfolgen.

Wer ebenfalls Bedarf an dieser Lösung hat, der kann sich EnvRun hier herunterladen.

Kays Senf

By Sven on 04.12.2006 - 15:51 in Webweites with 3 Kommentare

Ab sofort gehört auch der Senf von Kay zu meiner Bloglektüre. Mit Kay habe ich während des Studiums zwei Jahre in einer WG zusammengewohnt, in den letzten Jahren hatten wir uns aber leider etwas aus den Augen verloren. Mod4Win wird übrigens immer noch geflegt und läuft nun sogar unter Vista.

Verschwundenes Internet Explorer-Symbol

By Sven on 01.12.2006 - 19:09 in Windows Vista with 3 Kommentare

Nach 10 Jahren Browserkriegs fehlt in Vista plötzlich das Internet Explorer-Symbol auf dem Desktop, auch über den Einstellungsdialog der Desktopsymbole lässt es sich nicht mehr reaktivieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Option bis zum RC2 noch vorhanden war.

Wer aus nostalgischen oder sonstigen Gründen nicht auf das Symbol verzichten möchte, der kann sich durch eine kleine Änderung in der Registrationsdatenbank selbst helfen. Einfach unter dem Schlüssel [HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\HideDesktopIcons\NewStartPanel] einen DWORD-Eintrag mit dem Namen {871C5380-42A0-1069-A2EA-08002B30309D} anlegen. Der Wert des Eintrags ist 0. Anschließend den Desktop aktualisieren und das Symbol ist wieder da.

Laufwerksbuchstaben trotz Verbot ändern

By Sven on 29.11.2006 - 20:21 in Windows Vista with 10 Kommentare

Seit gestern früh gibt es nun auch endlich die deutsche x64-Version von Vista auf MSDN. Der Download verlief wider Erwarten doch recht fix und so konnte ich gestern auch gleich installieren. Durch Windows XP, Windows XP x64 und Vista (32-bit) sind bei mir aber schon alle drei primären Partitionen vergeben und für Vista x64 blieb nur noch die Installation in ein logisches Laufwerk einer erweiterten Partition. Im Gegensatz zu früheren Systemen installiert sich Vista aber immer als Laufwerk C, unabhängig davon, wieviele primäre Partitionen schon vorhanden sind. Somit ist auch das logische Laufwerk kein Problem mehr.

Vor der Installation habe ich die primäre Vista-Partition aktiviert, so dass sich Vista x64 in das Bootmenü von Vista (32-bit) eingetragen hat. Ein Start über den NTLDR ist aus einer erweiterten Partition leider nicht möglich. Im Moment läuft das Booten von Vista x64 daher zweistufig ab. Zuerst wird über den NTLDR der Bootsektor von Vista (32-bit) geladen, anschließend bietet das Vista-Bootmenü den Start von Vista (32-bit) oder Vista (64-bit) an. In der Zukunft werde ich aber vermutlich beide XP-Installationen in das Vista-Bootmenü aufnehmen, mit VistaBoot Pro sollte das eigentlich kein Problem sein.

Doch zurück zur Installation von Vista x64. Nach dem ersten Start ist das Systemlaufwerk als C eingebunden und die primäre Partition von Vista (32-bit) bekommt das D zugewiesen. Leider lässt sich das über die Datenträgerverwaltung auch nicht ändern, beim Versuch erscheint folgende Meldung:

Fehlermeldung Datenträgerverwaltung

Abhilfe schafft nur ein direkter Eingriff in die Registrationsdatenbank. Unter [HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\MountedDevices] sind alle Geräte samt Laufwerksbuchstaben aufgelistet. Nach der Umbenennung des Eintrags \DosDevices\D: auf \DosDevices\Z: und anschließendem Neustart kann die primäre Partition von Vista (32-bit) nun als Z angesprochen werden und D ist frei für das Datenlaufwerk.

Erste richtige Installation

By Sven on 20.11.2006 - 13:49 in Windows Vista with 8 Kommentare

Meine bisherigen Vista-Installationen enthielten immer nur das nötigste für die Entwicklung und den Test. Am Wochenende habe ich mir nun ein komplettes System eingerichtet, wie ich es täglich unter Windows XP benutze. Im folgenden ein paar Eindrücke und Erfahrungen.

System

Die Installation erfolgte in atemberaubenden 15 Minuten. Anschließend war das System (Asus P5B Deluxe mit Core2Duo) komplett eingerichtet, lediglich das Asus ACPI-Utility wurde noch über Windows Update nachgeladen. Die Desktop-Beschriftungen und Menüs wirken auf den ersten Blick größer als bei XP. Ein Blick in die Anzeigeeinstellungen verrät, dass Vista generell eine 9-Punkte-Schrift (anstatt 8 Punkte) verwendet. Glücklicherweise lässt sich das für alle Elemente schnell wieder auf die gewohnte Größe anpassen. Die Einstellung für den vertikalen Symbolabstand lässt sich zwar auch korrigieren, allerdings ignoriert Vista diese anscheinend. So werden die Symbole auf dem Desktop in der Höhe etwas weiter auseinander gezeichnet als unter XP. Der horizontale Abstand kann glücklicherweise geändert werden. Bei englischen Installationen waren schon immer 43 Punkte Standard, was den Symboltext schneller umbrechen lässt. Die deutschen Windows-Versionen wurden dagegen schon immer mit einem höheren Abstand ausgeliefert.

Nach dem Entfernen der hiberfil.sys und dem Umlegen der Auslagerungsdatei auf ein anderes Laufwerk belegte Vista nur noch 5 GB auf dem Systemlaufwerk. Bei der Installation werden nun keine Einstellungen mehr abgefragt, die Arbeitsgruppe muss daher anschließend von der automatisch vergebenen WORKGROUP auf den gewünschten Namen angepasst werden. Der angezeigte Name für den Lizenzinhaber wird zudem vom angelegten Benutzerkonto bestimmt. Per Registrationseditor kann man aber die Werte RegisteredOwner und RegisteredOrganization nachträglich unter [HKLM\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion] ändern. Viele Programme lesen bei der Installation diese Angaben aus und schlagen sie vor, so dass man sich durch eine Anpassung hier einige Schreibarbeit ersparen kann.

Alle Windows-Versionen legen die Einstellungen und Anwendungsdaten auf dem Systemlaufwerk ab. Das hat aber gerade beim Einsatz von Imaging-Software den Nachteil, dass beim Zurückspielen eines Images auch alle seit dem letzten Image gemachten Änderungen an den Anwendungsdaten verloren gehen. Aus diesem Grund ändere ich gleich nach der Installation die Pfade zu den wichtigsten Einstellungen direkt in der Registry unter [HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\User Shell Folders] auf ein Datenlaufwerk. Damit die bei der Installation eingerichteten Vista-Einstellungen nicht verlorengehen, müssen diese aber vorher an den neuen Ort kopiert werden. Im angemeldeten Zustand ist dies nicht möglich, da Vista einige Dateien sperrt. Abhilfe schafft das Anmelden mit einem zweiten Account (Administrator), anschließend kann das AppData-Verzeichnis kopiert werden. Unter Vista ist der Administrator-Account standardmäßig deaktiviert und muss für diesen Vorgang kurz aktiviert werden.

Treiber

Glücklicherweise hat Vista schon alle Treiber für Systemkomponenten mitgebracht, so dass nur noch die Peripheriegeräte verdrahtet werden müssen. Mein heißgeliebter (und gnadenlos veralteter) MouseWare-Treiber 9.73 lässt sich überraschend problemlos installieren, nachdem der Installationsdatei ein XP-SP2 vorgegaukelt wird. Die Version 9.73 ist der letzte MouseWare-Treiber, der noch das Scrollen des inaktiven Fensters per Mausrad ermöglicht. Bei IntelliPoint 5.5 sieht es leider schlechter aus, hier muss man wohl oder übel auf eine angepasste Vista-Version warten. Laut Microsoft soll diese aber im Dezember erscheinen. Das größte Sorgenkind ist aber mein Canon LBP3000. Zwar lässt sich der XP-Treiber auch unter Vista verwenden, leider funktioniert aber der Druck von zwei Seiten auf einer nicht mehr. Auch für x64 gibt es immer noch keine Treiber, so dass wohl oder übel bald der Ersatz durch einen PCL-Drucker erfolgen wird.

Anwendungen

Die Installation der Anwendungen verlief dagegen recht problemlos. WatzNew und WebWasher schreiben ihre Einstellungen in das Programmverzeichnis, was durch die Benutzerkontensteuerung aber erschwert wird. Trotz Virtualisierung des Programmverzeichnisses habe ich die beiden Installationsverzeichnisse zusätzlich mit Schreibrechten versehen. So landen alle Einstellungsdateien weiterhin im gleichen Verzeichnis und müssen nicht erst im VirtualStore gesucht werden. Bei der Installation vom VC6 erscheint ein Hinweis zur fehlenden Kompatibilität, diesen kann man aber getrost ignorieren. Das gleiche passiert auch bei Visual Studio 2005, hier hat Microsoft sogar weitere Hinweise zu möglichen Einschränkungen veröffentlicht.

Auch Dreamweaver MX 2004 ließ sich installieren, kurioserweise möchte Vista Dreamweaver aber zwingend im Adminmodus starten und zeigt bei jedem Start den Dialog der Benutzerkontensteuerung. Als Workaround habe ich einfach die Programmdatei auf Dreamweaver1.exe umbenannt, damit startet Dreamweaver wieder mit eingeschränkten Rechten. Bei der Installation und beim Start von Nero 6.6 wird ebenfalls ein Kompatibilitätshinweis angezeigt, das Brennen einer CDRW verlief aber ohne Probleme.

VMWare Workstation gibt es seit Freitag in der Version 5.53, die sich auch unter Vista installieren und betreiben lässt. Probleme macht aber das Brigded-Networking mit dem Host. Der Host-Rechner wird zwar angezeigt, ein Zugriff ist aber nicht möglich. Mit allen anderen Rechnern im Netzwerk hat die VM dagegen keine Probleme. Unter Windows XP tritt der Fehler übrigens nicht auf.

Die einzige Anwendung, die sich nicht installieren ließ, ist O&O Defrag 8.5. Das ist aber verschmerzbar, da das Defragmentieren nicht zu den täglichen Aufgaben gehört.

Vorläufiges Fazit

Bis auf die störenden Treiberprobleme lässt es sich unter Vista bisher sehr angenehm arbeiten und mit der Aktivierung des blauen Farbschemas kommt sogar ein dezentes Luna-Feeling auf. Bisher verrichten alle die von mir eingesetzten Anwendungen ihre Aufgaben ohne Probleme. Man darf aber nicht vergessen, dass ich auch unter XP schon mit eingeschränkten Rechten gearbeitet habe und die Programmauswahl darauf abgestimmt war.

Nachtrag vom 21.11.2006

Das Problem mit dem vertikalen Abstand ist nun auch gelöst, Vista scheint den Abständen eine andere Bedeutung zu geben. Mit einer Änderung von 43 Pixel auf 35 Pixel wird der gleiche Abstand eingestellt, wie er bei XP mit 43 Pixeln ist.

Heiß auf Vista

By Sven on 16.11.2006 - 14:27 in Windows Vista with 11 Kommentare

Nun ist doch das eingetreten, womit ich vor einem knappen halben Jahr wirklich nicht gerechnet habe: Ich freue mich auf Vista und bin gespannt darauf, wie sich Vista bei mir im täglichen Einsatz schlägt. Insbesondere die Benutzerkontensteuerung hat es mir angetan, da man mit eingeschränkten Rechten nun viel besser arbeiten kann. Der Meinungsumschwung war ein schleichender Prozess und fing an, als ich mich programmiertechnisch etwas mehr mit Vista beschäftigen musste. Ein wichtiger Punkt ist wohl auch, dass man nur Programme für neue Systeme anpassen und entwickeln kann, wenn man die Vorzüge (und Nachteile) auch selbst kennengelernt hat.

Nach dem Release von SpeedCommander 11.5 und Squeez 5.5 ist der Kopf nun auch wieder frei und bereit für neue Erfahrungen. Die werden werden wohl auch nicht so lange auf sich warten lassen, wenn es denn hoffentlich morgen an’s Installieren geht. Und sollte jemand herausfinden, dass es irgendwo ein Luna-Design für Vista gibt, dann würde ich mich über eine Nachricht oder über einen Kommentar sehr freuen. Nach fünf Jahren habe ich mich an das Blau gewöhnt und finde, dass die Vista-Taskleiste ziemlich düster ausschaut.

Windows SDK für Vista verfügbar

By Sven on 09.11.2006 - 21:45 in Windows Vista with 2 Kommentare

Die finale Version vom Windows SDK für Vista ist nun als ISO-Download und als Web-Installer verfügbar. Bin mal gespannt, ob die Hilfe mittlerweile komplett ist. Die RC2-Fassung enthielt noch einige nicht ganz unwesentliche Lücken.

Gutes Timing

By Sven on 09.11.2006 - 17:25 in Windows XP with 1 Kommentar

Heute wurde mir klar, warum Microsoft die Veröffentlichung der finalen Version vom Internet Explorer 7 wohl so lange aufgeschoben hat. Am 10. Oktober 2006 lief der Support für XP mit Service Pack 1 aus, acht Tage später wurde der IE 7 endgültig freigegeben und setzt ein installiertes SP2 voraus. Zufall oder Absicht?

Opera 90.2

By Sven on 06.11.2006 - 19:33 in Software with 4 Kommentare

Folgenden Hinweisdialog bekam ich letzte Woche angezeigt, als ich nach dem Zurückspielen eines Images in Opera 9.01 geprüft habe, ob eine neue Version verfügbar ist:

Opera 90.2

Imagewechsel

By Sven on 31.10.2006 - 12:50 in Software with 6 Kommentare

Nach vielen Jahren mit Drive Image 5 bin ich nun auf True Image 10 von Acronis umgestiegen. Drive Image war auf Intel-Chipsätzen beim Anlegen und Zurückspielen von Images fast uneinholbar schnell, auf meinem neuen System ist es aber leider nur noch eine lahme Gurke. Zudem kommt Drive Image nicht mehr mit Vista-Partitionen klar. Es erkennt zwar die Partition als NTFS, aber schon bei der Laufwerksbezeichnung werden nur Fragezeichen angezeigt und die Partition wird als 100% belegt interpretiert.

Nach meinen ersten Erfahrungen mit True Image 10 bin ich ziemlich zufrieden. Die Geschwindigkeit ist wieder wie gewohnt, die Sicherung einer Partition inklusive Überprüfung ist in zehn Minuten erledigt. Auch an Vista-Partitionen scheitert True Image nicht. Nur das Starten von CD (ich sichere grundsätzlich nie aus dem System heraus) dauert doch recht lange zwei Minuten. Beim Zurückspielen müssen im Vergleich zu Drive Image auch ziemlich viele Fragen beantwortet werden. Aber das sind nur Kleinigkeiten.

Kunden vom EDV-Buchversand Delf Michel erhalten True Image 10 übrigens für 29,95 Euro zzgl. Versand.

Top