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SpeedCommander 2

Die erste Version hatte einen großen Nachteil – die Fenstergröße war starr vorgegeben und konnte nicht verändert werden. In den Semesterferien im Sommer 1993 entstand dann die Version 2.0. Das Hauptfenster und die beiden Dateifenster passten sich jetzt automatisch an die vorgegebene Größe an. SpeedCommander 2.0 wurde im Oktober 1993 veröffentlicht und gleich darauf in der PC-Praxis zur "Shareware des Monats" ausgewählt. Auch in den anderen PC-Zeitschriften erhielt SpeedCommander 2.0 gute bis sehr gute Kritiken, was sich dann auch gleich positiv auf die Verkaufszahlen auswirkte.

Die Artikelinhalte in den Zeitschriften damals unterschieden sich stark von den heutigen. Es wurde sehr viel Wert auf Shareware gelegt, allein in der PC-Praxis gab es in jeder Ausgabe bis zu vier Seiten nur über die aktuellen Shareware-Programme. In den letzten Jahren ist die Berichterstattung leider stark zurückgegangen. Der Bezug von Shareware-Programmen erfolgte meist über die vielen Mailboxen oder über den Versand der Shareware-Händler, an das Internet war noch nicht zu denken.

Im Januar 1994 erschien die Version 2.1, die viel Stabilität mitbrachte. Die erste zweisprachige Version 2.2 (Deutsch & Englisch) wurde im März 1994 freigegeben.

SpeedCommander 2

Wer mag, kann sich SpeedCommander 2.2 hier herunterladen.

SpeedCD

Zu Beginn des Wintersemesters 1993 zog ich in eine WG, in der bereits Kay Bruns wohnte. Kay entwickelte damals zusammen mit Uwe Zänker Mod4Win, einen MOD-Player für Windows. MOD-Dateien waren Musikdateien, die insbesondere auf Amiga und Atari genutzt wurden. Kay war ein wahrer Assembler-Guru und ein Elektronik-Freak, große Teile von Mod4Win wurden in Assembler geschrieben. Damit war das Programm sehr schnell und auch sehr sparsam bzgl. der Hardwareanforderungen.

Während der Semesterferien im Winter 1994 entstand SpeedCD, ein CD-Player mit Titeldatenbank. In dieser Zeit wurden die ersten CD-Laufwerke gerade bezahlbar, Software-CD-Player schossen daher wie Pilze aus dem Boden. Auch SpeedCD wurde in einigen Zeitschriften vorgestellt und bekam gute Kritiken. Am Ende gab es dann über 1000 Registrierungen – die Arbeit hatte sich gelohnt.

SpeedCD

Die Installationsarchiv habe ich leider nicht mehr vollständig da, die Programmdateien laufen aber auch ohne Installation.

Im September 1995 wurde ich zu einer Besprechung bei Terratec in Nettetal eingeladen. Terratec suchte zu dieser Zeit einen Programmierer und war wohl über SpeedCommander bzw. SpeedCD auf mich gekommen. Im Gespräch wurde dann recht schnell klar, dass das Hauptaugenmerk auf Treiber- und Mixerprogrammierung lag. Damit konnte ich leider nicht dienen, aber ich verwies Terratec auf Kay und Uwe. Die beiden waren dann maßgeblich an der Entwicklung der Treiber und Mixersoftware für die EWS 64 beteiligt.

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