Komfortabler Dateimanager mit vielen Funktionen

Erste Eindrücke von Windows 10

By Sven on 03.08.2015 - 14:10 in Windows 10 with 6 Kommentare

Nach der Annäherung an Windows 10 in einer VM habe ich das System nun auch auf dem PC installiert. Die erste grundlegende Erfahrung: Windows 10 mag es überhaupt nicht, wenn das AppData-Verzeichnis per Junction auf ein anderes Laufwerk verweist. Das war bisher meine bevorzugte Methode, um Anwendungsdaten auch nach dem Zurückspielen eines Images zu erhalten. Unter Windows 10 setzt man damit aber

  • Startmenü
  • Suchfenster
  • Modern UI-Anwendungen und
  • Teile der Taskleiste

außer Funktion.

Das zurückgekehrte Startmenü überzeugt mich nicht. Ich vermisse die klare Menüstruktur, mit der sich auch verschachtelte Ordner einfach und schnell anzeigen lassen. Auch fehlt die Möglichkeit, die Systemsteuerung als Menü anzeigen zu können. So habe ich das unter Windows 8 verwendete Start 8 auch unter Windows 10 installiert. Entgegen der Aussage von Stardock konnte ich keine Kompatibilitätsprobleme feststellen, alles läuft wie in Windows 8 gewohnt. Das Upgrade auf Start 10 habe ich mir deshalb erst einmal gespart.

Die neue Oberfläche in Windows 10 ist etwas gewöhnungsbedürftig. Der schon flache Stil von Windows 8 wurde in Windows 10 weiter verflacht. Die Haken in den Kontrollkästchen kommen arg zart herüber, die in Windows 8 haben mir besser gefallen. Die Fenstertitel haben nun zwingend einen weißen Hintergrund, sowohl im aktiven als auch im inaktiven Zustand. Nur die Textfarbe ist mit schwarz und grau unterschiedlich. Man kann sich zwar die gewünschte Fensterfarbe mit einem Trick zurückholen. Das führt dann aber dazu, dass auch die inaktiven Fenster in der gleichen Fensterfarbe dargestellt werden und der Textbereich mit einem grauen Hintergrund gezeichnet wird.

Bilder werden in Windows 10 standardmäßig mit der Modern UI-App Fotos angezeigt. Wer wie ich weiter die Windows Fotoanzeige verwenden will, muss dem System durch Änderungen an der Registrationsdatenbank auf die Sprünge helfen.

Richtig überzeugen kann mich Windows 10 bisher noch nicht. Die grafische Oberfläche ist weiterhin ein großer Mischmasch von verschiedenen Technologien. Der neue hochgelobte Webbrowser Edge hat kaum Anpassungsmöglichkeiten und Cortana macht ohne Mikrofon wohl wenig Sinn. Die nützlichsten Neuerungen sind für mich bisher das Einfügen von Texten in der Eingabeaufforderung mit Strg+V und das Scrollen mit der Maus in inaktiven Fenstern. Die Scrollfunktion für inaktive Fenster musste man bisher mit KatMouse nachrüsten. Positiv ist auch, dass Kachel-Anwendungen nun auch ohne zusätzliche Hilfsmittel automatisch im Fenstermodus laufen.

Aber rechtfertigt dies das Überspringen einer ganzen Versionsnummer? Würde Microsoft das Upgrade nicht kostenlos zur Verfügung stellen, dann würden wohl viele weiter bei Windows 7 oder 8 bleiben.

Es gibt 6 Kommentare zu diesem Beitrag

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  1. Thomas sagt:

    neues DX für Zocker 😉

  2. Andreas sagt:

    Mit deinen Punkten stimmte ich überein. Was auch nervt: Will man das Mail-Programm ändern, wird man strikt in den AppStore verwiesen und kann nix von Platte auswählen. Ich musste eine der kostenlos-Apps installieren und den Aufruf auf theBat! verbiegen damit das geht.

    Es gibt zwar hier und dort ein paar Nettigkeiten, doch hätte MS besser an der Bedienbarkeit, als an der Optik gedreht. Eine versehentlich auf Dynamisch gestellte Platte lässt sich immer noch nicht zurück wandeln, ein Online-Konto nicht vom Admin auf Offline stellen, sondern der Benutzer muss sich Online anmelden und kann dann umstellen.
    Es gibt nicht mal eine Funktion zum Offline anmelden auf der Login-Seite.

    Und der Mischmasch in den Einstellungen die dann in den „neuen“ noch nicht mal alle Funktion der alten bieten wirkt unausgereift.

    Und ja, ohne Start8 oder Classic Menu kann man immer noch nicht arbeiten.

    • Sven sagt:

      Könnte sein, dass sich TheBat! nicht richtig als eMail-Programm einträgt. Bei mir kann ich zwischen Mail, Opera Internet Browser und Outlook wählen oder im Store nach einer App suchen.

      • Andreas sagt:

        Hi,

        kann sein, obwohl die Capabilities-Einstellungen richtig zu sein scheinen, ändert aber nichts an dem Problem das man manchmal nicht frei entscheiden kann.

        Bestes Beispiel sind Bilder. „Öffnen“ möchte ich die mit IrfanView, „Bearbeiten“ aber mit etwas anderem als „Paint“.

        Nun kann ich „Bearbeiten“ aber nur ändern, wenn sich das entsprechende Programm richtig eingetragen hat. Wird dieses aber nicht installiert oder richtet bei der Installation nicht die Registry-Keys ein, hilft nur der RegEdit.

        Hier hätte MS, meiner Meinung nach, mal dran drehen sollen.

  3. Frank sagt:

    Hallo,

    gibt es schon eine Lösung für dsa im ersten Absatz genanntzé Problem: „Windows 10 mag es überhaupt nicht, wenn das AppData-Verzeichnis per Junction auf ein anderes Laufwerk verweist“. Bei mir werden

    Startmenü
    Suchfenster
    Modern UI-Anwendungen und
    Teile der Taskleiste

    außer Funktion gesetzt, wenn ich eine verschlüsselte Datei (ArchiCrpt Live 8) als Laufwerk einbinde und Dateien über den SC15 dorthin kopiere. Verwende ich zum Kopieren den Windows-Explorer tritt kein Fehler auf.

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